Turtle Trading System: Strategie und Methode

Letzte Aktualisierung: September 9 2024

Ursprünge der Methode

Das Turtle-Trading-System wurde in den 80er-Jahren von Richard Dennis und seinem Partner William Eckhardt entwickelt. Diese Methode basiert auf der Annahme, dass jeder, mit der richtigen Ausbildung, den Handel an den Finanzmärkten erlernen kann. Dennis, ein Rohstoff-Futures-Händler, führte ein Experiment durch, in dem er einer Gruppe von Personen ohne Vorkenntnisse das Trading anhand strenger Regeln beibrachte.

Die Grundprinzipien

Das Turtles-System basiert auf mehreren Schlüsselprinzipien, die seine Anwendung bestimmen:

Markttrends

Das Konzept der Trends ist grundlegend für das Turtles-Handelssystem . Es geht davon aus, dass sich Preise tendenziell in Trends bewegen, die identifiziert und genutzt werden können . Dies bedeutet, Kaufgelegenheiten in steigenden Märkten und Verkaufsgelegenheiten in fallenden Märkten zu suchen.

Ein- und Ausreisebestimmungen

Ein- und Ausstiegspunkte sind in diesem System entscheidend. Turtle-Trader nutzen Kursausbruch- und Momentum- Systeme , um diese Punkte zu identifizieren. Durch die Einhaltung dieser strengen Regeln können Trader ihr Risiko minimieren und ihr Gewinnpotenzial maximieren.

Risikomanagement

Eine der wichtigsten Lehren des Systems ist das Risikomanagement . Die Turtles verfolgten einen Ansatz, bei dem das Risiko pro Trade begrenzt wurde, wodurch sie ihre Verluste minimieren konnten. Dies beinhaltete, bei jedem Trade nur einen kleinen Prozentsatz ihres Gesamtkapitals zu riskieren, was eine strenge Disziplin förderte, die sich langfristig in der Nachhaltigkeit niederschlägt.

Die Turtle-Trading-Regeln

Das Handelssystem von Tortugas basiert auf einer Reihe klar definierter Regeln, die den Geschäftsbetrieb steuern.

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Die Turtles nutzten zwei Hauptstrategien: die 20-Tage -Ausbruchsstrategie und die 55-Tage-Ausbruchsstrategie . Jede Strategie hat ihre eigenen Ein- und Ausstiegsregeln. Die 20-Tage-Ausbruchsstrategie eignet sich für kürzere Marktzyklen , während die 55-Tage-Ausbruchsstrategie für längere Kursbewegungen verwendet wird.

Erstinvestitionen und Kontrolleinheiten

Die Bestimmung der Anzahl der zu handelnden Einheiten ist entscheidend. Dazu gehört, Ihr Startkapital zu kennen und zu entscheiden, wie viele Einheiten Sie kontrollieren können. Ob Sie die Positionsgröße verdoppeln oder verdreifachen, hängt von Ihrem Vertrauen in die Kursentwicklung und dem Risiko-Rendite-Verhältnis ab.

Ausstiegsregeln

Die Ausstiegsregeln waren ebenso streng. Die Turtles würden Teilausstiege vornehmen , sobald der Kurs bestimmte Gewinnniveaus erreichte, und behielten sich die Option eines vollständigen Ausstiegs bei Verlusten vor.

Technische Analyse und Handelstools

Die Implementierung des Tortugas-Handelssystems erfordert effektive technische Analysefähigkeiten.

Preisdiagramme

Kursdiagramme sind das wichtigste Werkzeug, um Trends und Ein-/Ausstiegspunkte zu erkennen. Die Turtles nutzten Linien- , Balken- und Kerzencharts , um das Marktverhalten zu beobachten und ihre Entscheidungen zu bestätigen.

Technische Indikatoren

Obwohl der Schwerpunkt des Systems auf Ausbrüchen liegt, nutzten die Turtle-Trader auch einige technische Indikatoren wie den Relative Strength Index (RSI) und Bollinger Bands, um ihre Entscheidungsfindung zu verfeinern.

Handelssoftware

Die Verwendung zuverlässiger Handelssoftware vereinfacht den Prozess. Tools wie MetaTrader , NinjaTrader oder spezialisierte Plattformen wie Thinkorswim sind bei Händlern weit verbreitet. Diese Plattformen bieten Zugriff auf Echtzeitdaten und verschiedene Analysetools.

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Handelspsychologie und Disziplin

Einer der interessantesten Aspekte des Tortugas-Handelssystems ist die Beachtung, die es der Psychologie des Handels widmet.

Emotionale Kontrolle

Die Entwicklung einer angemessenen emotionalen Kontrolle ist der Schlüssel zur erfolgreichen Anwendung dieses Systems. Emotionen können zu impulsiven Entscheidungen führen, die etablierten Regeln widersprechen. Daher ist die strikte Einhaltung des Systems entscheidend.

Disziplin und Nachverfolgung

Disziplin ist beim Trading unerlässlich. Die Turtles etablierten tägliche Routinen, die die Überprüfung vergangener Trades, die Beobachtung aktueller Trends und die Bewertung von Risiken umfassten.

Aus Fehlern lernen

Ein wesentlicher Bestandteil des Lernens innerhalb des Systems ist die Fähigkeit, Fehler zu analysieren und daraus zu lernen . Jeder Vorgang wird nicht nur auf Erfolg oder Misserfolg hin analysiert, sondern auch darauf, wie gut er den Systemregeln entspricht.

Vor- und Nachteile des Turtle-Systems

Das Tortugas-Handelssystem bietet eine Reihe von Vor- und Nachteilen, die berücksichtigt werden sollten.

Vorteil

  • Einfachheit in der Umsetzung: Klare Regeln ermöglichen weniger erfahrenen Händlern ein einfaches Lernen.
  • Eingebaute Disziplin: Der Fokus auf Risikomanagement und Handelspsychologie hilft Händlern, ruhig zu bleiben.
  • Flexibilität in unterschiedlichen Märkten: Obwohl das System ursprünglich für Futures konzipiert wurde, ist es auch auf Aktien und andere Finanzinstrumente anwendbar.

Nachteile

  • Abhängigkeit von Trends: In lateralen Märkten ist das System möglicherweise weniger effektiv.
  • Es braucht Zeit, um zu lernen: Obwohl es zugänglich ist, erfordert es ein erhebliches Engagement, die Regeln zu lernen und richtig anzuwenden.

Das Turtle-Trading-System zählt zu den meiststudierten und anerkanntesten Methoden im Trading. Seine klare Struktur und das konsequente Risikomanagement machen es sowohl für Anfänger als auch für erfahrene Trader attraktiv. Mit dieser Strategie profitieren Sie von ihrer Einfachheit und dem disziplinierten Ansatz, der Ihnen die Möglichkeit bietet, durch ein solides Entscheidungsfundament Renditen zu erzielen.

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